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Helge Doppler

Eine durch und durch traurige Gestalt: Als kleiner Junge ist Helge schüchtern und unsicher. Er ist kein guter Schüler, seine Mutter Greta ist harsch und streng zu ihm, die Halbstarken aus der Nachbarschaft verprügeln ihn.

Als Erwachsener arbeitet Helge als Wachmann im Atomkraftwerk, das sein Vater Bernd Doppler seit vielen Jahrzehnten leitet. Er wirkt etwas simpel, in seiner Freizeit bastelt er kleine Figuren in seiner Waldhütte. Sein Gesicht ist vernarbt, das linke Ohr verstümmelt. Was ist ihm zugestoßen?

2019 ist Helge Doppler schließlich ein dementer alter Mann, der wirre Prophezeiungen vor sich hin murmelt und immer wieder aus dem Pflegeheim abhaut. Sein Sohn Peter und seine Schwiegertochter Charlotte kümmern sich um ihn.

Doppelleben

1986 ist Helge ein Handlanger Noahs. In seinem Auftrag entführt er mehrere Kinder aus der Gegenwart und Zukunft. Sie dienen Noah als Versuchspersonen für den Prototypen des Zeitreise-Stuhls und sterben bei den Experimenten. Noah manipuliert den leichtgläubigen Helge und erzählt ihm, dass sie auserwählt seien, die Welt vor dem Bösen zu retten. Die Kinder seien bedauerliche, aber notwendige Opfer. Helge trägt schwer an seinen Taten und äußert Zweifel, doch kann sich gegenüber Noah nicht behaupten.

Der Polizist Egon Tiedemann hegt einen Verdacht gegen Helge. Am Tag, an dem Mads Nielsen verschwand, hatte Helge Schicht im Atomkraftwerk und wählte für die Heimfahrt die Landstraße, nicht den kürzeren Waldweg. Warum? Doch zu einer Vernehmung kommt es nicht.

Späte Reue

Als im Jahr 2019 wieder Kinder verschwinden, kommen beim inzwischen dementen Helge Doppler die Erinnerungen zurück. „Es wird wieder geschehen“, sagt Helge immer wieder.

Helge bereut seine Taten und will den Lauf der Dinge stoppen. Er schleicht aus dem Pflegeheim, geht in die Windener Höhlen und findet zielsicher die Zeitreise-Passage in das Jahr 1986. Dort will er den 42-jährigen Helge davon überzeugen, von seinem Tun abzulassen. Es gelingt ihm nicht. Also versucht er, sein jüngeres Ich bei einen Autounfall zu töten – doch der kostet nur ihm selbst das Leben. Der Helge aus dem Jahr 1986 überlebt. Der Lauf der Zeit bleibt unverändert.

Kindheitstrauma

Ulrich Nielsen verdächtigt im Jahr 2019 Helge Doppler, etwas mit den verschwundenen Kindern zu tun zu haben. Er will ihn verhören, doch ein Gespräch mit dem dementen Mann ist nicht möglich. Als Helge in die Vergangenheit reist, folgt Ulrich ihm, reist aber versehentlich ins Jahr 1953.

Auch dort trifft er Helge Doppler – er ist noch ein kleiner Junge. Ulrich glaubt, den Tod seines Bruders Mads und das Verschwinden der anderen Kinder ungeschehen machen zu können, wenn er Helge tötet. Mit einem Stein schlägt er mehrfach auf seinen Kopf ein und verstümmelt dabei Helges Ohr für den Rest seines Lebens. Den bewusstlosen Helge schließt Ulrich in den Bunker neben der Waldhütte ein.

Helge ist gefangen. Doch dann öffnet sich vor ihm ein Riss in der Zeit, durch den er Jonas Kahnwald im Jahr 1986 sieht. Als sie sich berühren, wird Helge selbst ins Jahr 1986 transportiert.

Spoiler alert
Spoiler

Staffel 2 : Folge 3

Rückkehr nach Winden

Über ein halbes Jahr bleibt der junge Helge Doppler verschwunden. Im Sommer 1954 taucht er wieder auf und spricht lange Zeit kein Wort – auch nicht, als er vom Polizisten Egon Tiedemann befragt wird. Erst Noah gelingt es, das Eis zu brechen. Helge scheint ihn gut zu kennen und vertraut ihm.

Tatsächlich war er es, der sich 1986 um Helge gekümmert und ihn dann durch die Zeit zurückgeschickt hat. Das Vertrauen, dass Noah damit aufgebaut hat, nutzt er Jahre später aus, als er Helge dazu bringt, ihm bei den Kindesentführungen zu helfen.