Jonas Kahnwald

Der einzige Sohn von Hannah und Michael. Traumatisiert vom Freitod des Vater, kehrt Jonas nach Wochen der Therapie nach Winden zurück. Jonas sucht Antworten. Warum nahm sich sein Vater das Leben? Seine Mutter Hannah sucht Halt in den Armen eines anderen Mannes, Ulrich, doch davon weiß Jonas nichts. Zu Ines, der Adoptivmutter des Vaters, hat die Familie den Kontakt abgebrochen. Warum?

Liebe Freundschaft und Verluste

Martha ist die heimliche Liebe von Jonas. Doch nun ist sie mit seinem besten Freund Bartosz zusammen. Jonas ist hin und hergerissen zwischen Begehren und Loyalität.

Die drei Freunde gehen gemeinsam mit Magnus Nielsen und dessem kleinen Bruder Mikkel zur Windener Höhle, weil Bartosz dort das Drogenversteck des verschwundenen Erik Obendorf vermutet. Dort treffen sie auf Franziska Doppler, die aus genau demselben Grund zur Höhle gegangen ist. In dieser Nacht, am 4. November 2019, verschwindet Mikkel Nielsen spurlos.

Der Fremde und die Karte

ACHTUNG SPOILER!

Jonas wird von einem geheimnisvollen Fremden verfolgt und beobachtet. Er ist Jonas aus der Zukunft, zurückgekehrt, um den Lauf der Zeit zu verändern. Jonas empfängt ein Paket von ihm. Darin: Eine futuristische Lampe, ein Geigerzähler und der Abschiedsbrief seines gerade erst verstorbenen Vaters – vergilbt, zerrissen und Jahrzehnte alt. Die Karte, die Jonas auf dem Dachboden gefunden hat, versieht der Fremde mit Ergänzungen. Mit ihr und dem Ticken des Geigerzählers findet Jonas den Weg durch die Höhle bis zu einer Metallklappe. Auf ihr: die Triqueta. Dahinter, ein langer Schacht. Jonas quetscht sich hindurch – ins Jahr 1986.

Die Leiden des jungen Zeitreisenden

ACHTUNG SPOILER!

Im Jahr 1986 findet Jonas den verlorenen Mikkel im Krankenhaus. Doch er hört auf die Ermahnung des Fremden und holt ihn nicht zurück in die Gegenwart, denn das würde seine eigene Existenz auslöschen. Nur wenn Mikkel zu Michael Kahnwald heranwächst, kann er Jonas Vater werden.

Bestürzt erkennt Jonas die Verflechtung der Zeiten: Wenn Mikkel sein Vater ist – ist dessen Schwester Martha, die Frau, die er liebt, seine Tante. Ulrich, der Liebhaber seiner Mutter, ist sein Großvater. Seine Schuldirektorin Katharina Nielsen, seine zweite Großmutter. Als ob er seinem Schicksal entfliehen könnte, verbrennt Jonas den Brief. Er will die Liebe zu Martha beenden. Doch als er sie zurückweist, wendet sie sich gegen ihn und erzählt Bartosz von ihrem Kuss. Der fühlt sich verraten. Die Freundschaft zerbricht.

Verzweifelt stellt Jonas seine Großmutter Ines zur Rede. Sie hat immer von Michaels wahrer Identität gewusst. Nun gibt sie ihm seinen Abschiedsbrief. Denselben, den Jonas bereits verbrannt hat. Das Schicksal holt ihn ein. Es gibt kein Entrinnen.

Der Weg in die Zunkunft

ACHTUNG SPOILER!

Jonas beschließt den Schicksalsknoten zu zerschlagen. Er reist zurück ins Jahr 1986, sucht und findet den kleinen Mikkel im Krankenhaus. Doch da wird er von Noah und Helge abgefangen, betäubt und in das grotestke Kinderzimmer mit dem Stuhl eingesperrt. Dort sucht ihn ein letztes Mal der Fremde auf, aber er befreit Jonas nicht, denn dann könnte er nicht zu dem Mann werden, der er ist.

Als der Fremde wenig später versucht das Wurmloch in der Höhle zum Kollabieren zu bringen, öffnet sich vor Jonas Augen ein Zeitportal. Er blickt in das Jahr 1953 – in die Augen des jungen Helge Doppler. Als sich ihre Hände berühren, wird Jonas in das Jahr 2052 versetzt.

Es ist derselbe Ort, nur in einer anderen Zeit. Vor sich sieht Jonas eine Wand, übersät mit durch Fäden verbundenen Fotografien der Bewohner Windens. Die Zentrale der Zeitreisenden? Sind es die Pläne des Fremden, Claudias oder Noahs? Als Jonas aus der Höhle tritt, wird er von Menschen in Militärkleidung erwartet. Sie haben mit ihm gerechnet und wissen, dass er aus der Vergangenheit kommt. Eine junge Frau schlägt ihn bewusstlos.